In der Tiefe - klassisch

11.03.2018

Manche künstlich gebaute Höhlen dienen als Zufluchtsorte für mythische Wesen, wie etwa die Höhle der Egeria bei Rom. Will man Ovid glauben, so löste sich die Nymphe Egeria nach dem Tod des Königs Numa in Tränen auf und wurde in eine Quelle verwandelt. Philippe Petit-Radel schreibt 1812 in seinem Reisebericht:

 

Als wir einige wenige bestellte Felder überquert hatten und über die tiefen Bäche gesprungen waren, die sich unserem Vormarsch entgegensetzten, wollten wir schon die Hoffnung aufgeben, das Ziel unserer Sehnsucht zu erreichen. Die Nymphe wollte entfliehen, und wir, ermüdet von der Fruchtlosigkeit unseres Strebens, waren schon nahe daran, zur Hauptstraße zurückzukehren, als wir auf einen Hirten stießen, der uns geradewegs zu seinem Unterschlupf geleitete. Eingang und Inneres des Tempels bietet alles Malerische, was die Aufmerksamkeit eines mit dem Eindruck der ländlichen Natur verbundenen Malers zu fesseln vermag: Man stelle sich unter einem Hügel eine tiefe Höhlung vor, an deren Eingang Brombeersträucher ranken, außerdem Efeu und wilder Wein, [...] , man stelle sich weiter am Austritt der Quelle einen kleinen See vor, [...] , und so wird man eine angemessene Vorstellung von dieser friedlichen Grotte haben.

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